Vanille Wissen: Vanille Sorten

Gepostet von am Dez 15, 2014 in Vanille Allgemein | Keine Kommentare

Nachdem aus dem letzten Teil der Blogserie klar wurde, welcher Aufwand betrieben wird, um die Vanille zu präparieren und in verschiedene Qualitäten zu sortieren, folgt jetzt eine Übersicht über verschiedene Vanille Sorten und Qualitäten.

Es gibt ca. 110 Vanillesorten, aber nur wenige davon sind wirklich genießbar und nur drei werden wirklich kommerziell angebaut. Die bekanntesten sind die Madagaskar Vanille (Vanilla Planifolia) und die Tahiti Vanille (Vanilla Tahitensis). Eine dritte, nicht ganz so verbreitete Sorte ist die Guadeloupe-Vanille (Vanilla Pompona).

Der Klassiker, bekannt in den meisten Küchen, ist die Madagaskar oder auch Bourbon Vanille. Mehr als 80-90% der Welternte ist Madagaskar Vanille, bzw. die Vanilla Planifolia. Das meiste der Welternte stammt tatsächlich aus Madagaskar, allerdings bauen auch Mexiko (Ursprungsland der Vanille) sowie einige Länder in Afrika und im Südpazifik diese Sorte an.

 

Bourbon Vanille

Bourbon Vanille (Madagaskar Vanille)

 

Madagaskar Vanille wird u.a. auch Bourbon Vanille genannt, weil die Franzosen die Vanille ursprünglich von Mexiko zur Île de Bourbon, heute La Reunion brachten. Nur Vanille aus dieser Region (das schliesst Madagaskar und die Comoren mit ein) darf sich Bourbon Vanille nennen.
Die Schwarzen Schoten sind den meisten (Hobby-) Köchen bekannt. Weniger bekannt sind allerdings die davon abweichenden Qualitäten der Bourbon Vanille. Denn diese werden hauptsächlich von der Industrie zur Extraktion genutzt.

 

RoteVanille

Rote Vanille

 

Rote Vanille wird aufgrund der hölzernen, roten Farbe so genannt. Sie hat teilweise ebenso viel Vanillin wie die schwarze Ware, ist aber sehr viel trockener und lässt sich daher nicht so gut auskratzen. Daher ist diese Variante der Vanille nie richtig in der Küche angekommen. Im Bereich der roten Vanille gibt es noch verschiedene Abstufungen von Qualität, je nach Vanillingehalt und Trockengrad der Schoten.

 

GespalteneVanille

Gespaltene rote Vanille

 

Eigentlich sind gespaltene Vanilleschoten mit das Beste, was einem Koch passieren kann. Denn die Schoten hingen ganz besonders lange an der Liane. Sie sind so reif, dass die Schote bereits aufgeplatzt ist, um die Saat zu verbreiten. Das bedeutet aber auch, dass diese Schoten ganz besonders viel Zeit hatten, Vanillin zu entwickeln. Gespaltene Schoten zeichnen sich also durch einen ganz besonders hohen Vanillinanteil aus.

In dem Bild oben sind rote gespaltene Schoten zu sehen – diese sind ganz besonders beliebt bei der Industrie oder kleineren Manufakturen, die bei der Extraktion möglichst viel Vanillin gewinnen wollen.

In besonders guten Jahren gibt es auch schwarze gespaltene Schoten. Diese sind auch für (Hobby-) Köche interessant, da sie sich besser auskratzen lassen. Allerdings sehen diese Schoten in einem Glasbehältnis immer etwas “schmutzig” aus, da es sich nicht verhindern lässt, dass sich die Saat im Behälter verteilt.

 

VanilleCuts

Rote Vanille Cuts

 

Die sogenannten “Cuts” sind gebrochene oder nur halbe Schoten, die schon viel Saat verloren haben. (Nicht zu verwechseln mit den Cuts, die wir im Shop verkaufen – da handelt es sich um in kurze Stücke geschnittene schwarze Schoten.)

Eine Vanille Schote enthält auch in der Schale Vanillin, weswegen sogar die Cuts für Extraktion verkauft werden. Allerdings werden für diese Qualität die geringsten Preise gezahlt.

 

Zu guter Letzt eine ganz besondere Sorte der Vanille: die Tahiti Vanille.

 

TahitiVanille

Tahiti Vanille

 

Tahiti Vanille ist seit wenigen Jahren in Deutschland’s Küchen ebenfalls sehr beliebt. Tahiti Vanille (Vanilla Tahitensis) gehört zur selben Gattung, ist aber eine andere Pflanze als die Vanille aus Madagaskar (Vanilla Planifolia). Nur ca. 10% der weltweiten Vanille Ernte besteht aus Tahiti Vanille, weswegen diese Sorte deutlich teurer ist. Tahiti Vanille wurde aufgrund des sehr süßlichen Aromas vor allem in der Parfümindustrie verwendet.

 

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Alle Teile:

Teil 1: Vom Anbau auf Madagaskar bis nach Hamburg.
Teil 2: Die Vanille Plantage
Teil 3: Fermentierung und Präparation

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Vanille Wissen: Fermentierung und Präparation

Gepostet von am Dez 6, 2014 in Vanille Allgemein | Keine Kommentare

Die Ernte der grünen Schoten, die wir bereits im vorherigen Teil unserer Blogserie gesehen haben, findet im Juli statt. Von nun an beginnt ein sehr aufwendiger Präparationsprozess, der ein weiterer Grund dafür ist, dass die Königin der Gewürze eine so kostpielige Zutat in der Küche ist.

Die Schoten werden nach der Ernte von den Bauern einige Minuten in ca. 60-70° Celsius heißem Wasser “gebadet”. Das löst den Fermentierungsprozess aus.

 

VanilleKochen

Das “Baden” der Vanilleschoten startet die Fermentierung

 

Nach dem Heisswasserbad werden die Schoten jeden Tag auf Jutesäcken in der Sonne ausgebreitet, was die Fermentierung weiter vorantreibt. Denn erst durch die Fermentierung entwickelt das Vanillin sein unvergleichliches süßes Aroma.

 

VanilleSchwitzen

Über mehrere Tage werden die Schoten zur Fermentierung in der Sonne ausgebreitet

 

Nachts werden die Schoten in die Jutesäcke eingewickelt in den Hütten der Bauern aufbewahrt, wo sie weiter “schwitzen”. So werden aus den grünen Schoten nach und nach die schwarzen Schoten mit dem angenehmen Aroma, das wir aus der Küche kennen. Zu dieser Zeit riecht es überall im Dschungel, wo sich die Farmen befinden, angenehm nach Vanille.

 

VanilleSchwitzen2

Aus den grünen Schoten werden so die schwarzen, aromareichen Schoten

 

Diese Arbeitsschritte finden noch bei den Bauern im Busch statt. Nach dem die Schoten soweit präpariert sind, werden sie den Bauern von sogenannten “Kollekteuren” abgekauft. Kollekteure sind das Bindeglied zwischen den Bauern und den Exporteuren. Sie fahren durch den Urwald, sammeln bei jedem Bauern die Ware ein und bringen sie nach Sambava (oder Antalaha/Andapa).

Bei den Exporteuren geht der Verarbeitungsprozess weiter. Als erstes werden die Schoten in grundlegende Vanillequalitäten sortiert: Schwarze Vanille, Rote Vanille, gespaltene Ware und Cuts. Die Unterschiede beschreiben wir im kommenden, letzten Teil dieser Blogserie.

 

Vanillesortieren

Die Vanilleschoten werden nach Länge sortiert.

 

Danach werden die Schoten nach Länge sortiert. Vanilleschoten können zwischen 10 cm und 30 cm lang werden. Im Handel werden jedoch Schoten mit ähnlicher Länge, z.B. 15-16 cm oder 17-18 cm gebündelt, da sich mit zunehmender Länge bessere Preise erzielen lassen. Daher werden ähnlich lange Schoten in Bunden á ca. 250g zusammengebunden.

 

VanilleSortieren2

Die Vanilleschoten werden nach Qualität und Feuchtigkeit sortiert.

 

Im nächsten Schritt werden die gebündelten Bunde auf Jutesäcken ausgebreitetet und es wird jede einzelne Schote noch mal nach Feuchtigkeit und Qualität geprüft. Alle Schoten, die nicht der gewünschten Qualität entsprechen, werden aussortiert und zu der passenden Qualitätsklasse gelegt.

Die Vanilleschoten, die noch zu feucht sind, werden auf Holzrosten im zugigen Schatten weiter getrocknet, bis sie eine Restfeuchtigkeit von ungefähr 35% haben.

 

VanilleTrocknen

Im Schatten werden die Schoten auf ca. 35% Restfeuchtigkeit getrocknet.

 

Jede einzelne Schote wird auf diese Weise mehrfach überprüft, sortiert, getrocknet und wieder in Bunden zusammengebunden. Teilweise sitzen bei den Exporteuren bis zu 50 Personen, um ein Lot einer Ernte für den Export zu präparieren. Ein unfassbarer manueller Aufwand, der auch in Zukunft nicht durch Maschinen ersetzt werden kann.

Zum Abschluss werden die Bunde in mit Wachspapier ausgeschlagenen Holzkisten für weitere 6 Wochen gelagert, damit sich das Aroma voll entfalten kann. Erst dann ist die Ernte bereit für den Export nach Hamburg.

 

Vanillekisten

In traditionellen Holzkisten werden die Schoten mehrere Wochen aufbewahrt

 

Anfang Oktober reisen Vanille Händler weltweit nach Madagaskar, um sich die fertig prärierte Vanille anzusehen und die Qualitäten zu begutachten, bzw. olfaktorisch einen Eindruck vom Vanillingehalt und den anderen ätherischen Ölen zu gewinnen.

Dann wird entschieden, wie viele Lots welcher Qualität gekauft werden und die Preise ausgehandelt. Welche unterschiedlichen Qualitäten und Vanillesorten es gibt, zeigen wir im nächsten Teil.

 

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Alle Teile:

Teil 1: Die Herkunft der Vanille.
Teil 2: Die Vanille Plantage
Teil 4: Vanille Sorten

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Vanille Wissen: Die Vanille Plantage

Gepostet von am Dez 1, 2014 in Vanille Allgemein | Keine Kommentare

Im zweiten Teil unserer Blogserie über die Vanille besuchen wir eine Plantage in den Hügeln über Sambava. Wie im vorhergehenden Beitrag bereits beschrieben, ist Sambava die “Hauptstadt” der Vanille auf Madagaskar. Hier wird die meiste Vanille gehandelt, hier sitzen die meisten Exporteure.

Die Vanille wächst im Unterholz tropischer Gegenden. Viele Plantagen befinden sich daher im Urwald in den Hügeln rund um die Vanille-Städte Sambava, Antalaha und Andapa. Man fährt nicht mehr als ca. 30 Minuten auf einer unbefestigten Sandpiste, dann erreicht man bereits die ersten Plantagen.

Uns erwartet eine unglaubliche Geräuschkulisse aus Vögelgezwitscher und dem Zirpen von Grillen, dazu eine unangenehm hohe Luftfeuchtigkeit, die unsere Wanderung durch den Urwald recht mühselig macht.

Die Plantage ist eine Misch-Plantage. Neben Arealen, in denen Vanille wächst, sehen wir hier auch Zimt, Pfeffer und Gewürznelken.

Als Kletterpflanze rankt die Vanille an anderen Gewächsen hoch – mit teilweise bis zu 15m Länge. Auf Plantagen werden oft Büsche oder kleine Bäume so gepflanzt, dass die Liane gut an ihnen emporranken kann, wie auch auf der Plantage, die wir besichtigt haben.

 

Viele Vanille Plantagen befinden sich direkt im Dschungel

Viele Vanille Plantagen befinden sich direkt im Dschungel

 

Einzig die systematische Anordnung der Triebe macht die Plantage als solche erkennbar: die Triebe wachsen ca. 1,50m bis 2m voneinander entfernt, das Wachstum wird auf ca. 1,80m bis 2m Höhe beschränkt, damit die Bauern an alle Blüten und Schoten drankommen.

 

Die Vanille klettert an anderen Gewächsen empor.

Die Vanille klettert an anderen Gewächsen empor.

Die Vanille ist eine Kletterpflanze

Die Vanille ist eine Kletterpflanze

 

Die Vanille ist eine Orchidee und blüht im Oktober eines Jahres. Es ist eine sehr arbeitsreiche Zeit für die Bauern, denn die Blüten müssen mit der Hand bestäubt werden.

Als die Franzosen im 19. Jahrhundert die Vanille von Mexico nach La Reunion und Madagaskar brachten, stellten sie fest, dass die Insekten, die in Mexico die Blüten bestäubten, auf Madagaskar nicht ansässig gemacht werden konnten. Etwas später wurde die manuelle Bestäubung erfunden.

Seitdem müssen die Bauern jedes Jahr alle Blüten mit einem kleinen Zahnstocher bestäuben.

 

Vanille Bluete

Die Vanilleblüte blüht nur einen Vormittag im Jahr

 

Aber es ist nicht nur die manuelle Bestäubung, die für viel Aufwand bei den Bauern sorgt. Es ist auch die Tatsache, dass jede Blüte nur einen einzigen Vormittag im Jahr blüht und bei  abfällt. Das bedeutet für die Bauern, dass sie zur Blütezeit jeden Vormittag auf die Plantage gehen müssen um die frischen Blüten des jeweiligen Vormittags zu bestäuben.

 

VanilleBlueteZuSchote

Nach der Blüte entstehen die grünen Schoten

 

Nach der Blüte entstehen am Strunk der Blüte die grünen Vanilleschoten. Bedeutet: jede nicht bestäubte Blüte ist eine Vanilleschote weniger.

 

Roland Hachmann auf der Vanille Plantage

Roland Hachmann auf der Vanille Plantage

 

Die Vanilleschoten sind eigentlich Kapselfrüchte und wachsen wie lange grüne Bohnen an den Rispen. In der Zeit vom Oktober bis zur Ernte im Juli wachsen die Schoten auf ca. 10 cm bis 30 cm Länge und bis zu 1,5 cm Dicke an. In dieser Zeit entwickelt sich auch das Vanillin. Je mehr Zeit die Schoten zum Wachsen haben, desto mehr Vanillin enthalten sie.

Es gibt Jahre, in denen eine späte Blüte zu kürzerer Reifezeit führen, da die Bauern die Vanille gerne jedes Jahr ungefähr zur selben Zeit ernten. In diesen Jahren ist der durchschnittliche Vanillingehalt der Ernte daher geringer als in anderen Jahren, das kann zwischen 1 % und 3 % Vanillingehalt schwanken.

 

Grüne Vanilleschoten

Grüne Vanilleschoten an einer Vanille-Liane

 

Wenn die Vanilleschoten reif sind, platzen sie auf und verstreuen die Saat. Diese überreifen Vanilleschoten, sogenannte “gespaltene Schoten” haben den höchsten Vanillingehalt, da hier das Vanillin die meiste Zeit hatte, sich zu entwickeln.

Die geernteten grünen Schoten haben übrigens noch nicht das typische Vanille Aroma, die Schoten sind fast geruchsneutral. Erst nach weiteren, arbeitsintensiven Schritten wird aus der grünen Vanille die aromatische, verführerische schwarze Vanille, die wir kennen.

 

Grüne und schwarze Vanille im Vergleich.

Grüne und schwarze Vanille im Vergleich.

 

Farbe, Dicke und Feuchtigkeitsgrad verändern sich erst mit der Fermentierung (allerdings nicht die Länge, in dem Foto sind zwei unterschiedliche Schoten dargestellt). Diesen Prozess, sowie die nachfolgende Präparation werden wir im nächsten Teil sehen.

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Alle Teile:

Teil 1: Die Herkunft der Vanille.
Teil 3: Fermentierung und Präparation
Teil 4: Vanille Sorten

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Vanille Wissen: Die Herkunft der Vanille

Gepostet von am Nov 26, 2014 in Vanille Allgemein | Keine Kommentare

Seit über 130 Jahren handelt die Familie Hachmann mit Vanille, der Königin der Gewürze, seit vielen Jahrzehnten bestehen freundschaftliche Verbindungen.

Berend Hachmann, Inhaber von Aust & Hachmann, reist seit ca. 40 Jahren mindestens 1 Mal pro Jahr nach Madagaskar um die neue Ernte zu begutachten und Kontakte zu pflegen. Im März waren Wolfgang und Roland Hachmann vom Vanille Shop zusammen mit Berend Hachmann auf Madagaskar um Exporteure zu besuchen und eine Plantage zu besichtigen.  

In einer vierteiligen Reihe von Blogposts zeigen wir die einzelnen Schritte der Vanille von Madagaskar bis nach Hamburg, alles bebildert mit Fotos, die wir auf dieser Madagaskar Reise gemacht haben. 

 

Vanille Herkunft Karte

Die Herkunft der Vanille (ein Klick auf die Karte vergrößert die Ansicht).

 

Die Herkunft der Vanille: Die Vanille ist eine Orchidee und stammt ursprünglich aus Mexiko. Erst 1822 wurde die Pflanze von den Franzosen nach Reunion gebracht – ursprünglich Île de Bourbon – daher auch die Bezeichnung „Bourbon Vanille“.

Auch wenn Mexiko immer noch ein großer Vanille Lieferant ist, hat sich Madagaskar zum Weltmarktführer mit ca. 80% Marktanteil etabliert. Das lag unter anderem an der Tatsache, dass die niedrigen Preise der Jahre 2005 bis 2013 viele andere Länder aus dem Wettbewerb gedrängt haben.

Weitere Anbaugebiete sind Tahiti, Papua Neu Guinea, Indonesien und einige Länder in Afrika.

 

Strand von Madagaskar

Strand von Madagaskar bei Sambava

 

Madagaskar ist ungefähr so groß wie Frankreich, hat ca. 22 Mio. Einwohner und ist nach Indonesien der zweitgrößte Inselstaat. Neben Vanille wird auf Madagaskar noch vieles andere angebaut: Pfeffer, Gewürznelken, Kakao und Zimt um nur einige zu nennen.

Auf afrikanischen Insel herrscht tropisches Klima, auf unserer Reise im März war gerade Regenzeit. Es ist zugleich die Zeit, in der die Vanilleschoten am stärksten wachsen, deswegen ist viel Regen sehr wichtig für eine gute Vanilleernte.

 

Der Ort Sambava

Im Hintergrund der Ort Sambava

 

Die Vanille selbst stammt aus einer relativ kleinen Region im Nordosten von Madagaskar. Antalaha, Sambava und Andapa sind die drei wichtigsten Orte. In diesem Dreieck wird der größte Teil der Weltproduktion  - ca. 70% – von tausenden von Kleinbauern angebaut. Die weltweite Vanille Ernte schwankt um ca. 2.000 Tonnen pro Jahr.

Die Konzentration auf ein so kleines Gebiet hatte in der Vergangenheit große Auswirkungen auf den Welthandel. Als Anfang der 2000er Jahre ein Zyklon einen Großteil der Ernte in dieser Region zerstörte, stieg der Vanille Preis auf mehrere hundert US Dollar pro Kilo.

 

SambavaStadt

Die Hauptstrasse von Sambava

 

Sambava ist zur Zeit die “Hauptstadt” der Vanille auf Madagaskar. Die Stadt ist geprägt aus einer Mischung von Straßenhändlern, Hütten und zwischendrin größere Häuser und Hotels. Rechts und links der Hauptstraße befindet man sich schnell in sandigen Gassen mit kleinen Häusern und Hütten.

Die meisten Exporteure haben hier ihre Dependance. Wenn man die langgezogene Hauptstraße von Sambave entlang fährt, kommt man an vielen der Exporteursniederlassungen vorbei. Vorher nimmt man die Exporteure bereits durch eine wundervolle Vanille-Aroma-Wolke wahr, die sich in ihrer Nähe über die Straße legt. Viele Exporteure verarbeiten die Vanille auf ihren Grundstücken weiter, sortieren sie und verpacken sie für den Export. Ständig liegen bei den Exporteuren mehrere hundert Kilo Vanille auf den Sortier- und Packtischen, oder liegen im Freien um in der Sonner zu trocknen.

 

SambavaFarm

Eine Farm in der Nähe von Antalaha.

 

Die Vanille stammt von vielen tausend Kleinbauern, die rund um die Städte Antalaha, Sambava und Andapa mit ihren Familien auf kleinen Farmen wohnen und dort neben Vanille auch Pfeffer, Zimt, Kaffee, Gewürznelken, Kakao und vieles mehr anbauen.

Im nächsten Teil besuchen wir eine Plantage in den Hügeln über Sambava.

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Alle Teile:

Teil 2: Die Vanille Plantage
Teil 3: Fermentierung und Präparation
Teil 4: Vanille Sorten

 

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Leckere Rhabarber-Vanille Rezepte

Gepostet von am Mai 31, 2014 in Rezepte Tipps, Vanille Allgemein | Keine Kommentare

Vanille Rhabarber

 

Wir befinden uns mitten in der Rhabarbersaison. Von Anfang April bis zum 24. Juni hat dieses etwas säuerliche Gemüse seine Hochsaison. Viele wissen es nicht, aber Rhabarber ist tatsächlich ein Gemüse.

 

Es wurde vor 3000 Jahren von den Chinesen als Heilmittel genutzt. Angeblich machen Oxalsäure und Kaliumgehalt Rhabarber zu einem guten Entschlackungsmittel.

 

Rhabarber wird saurer, je reifer er ist. Deswegen wird Rhabarber gerne mit Vanille zusammen verarbeitet, denn Vanille bindet die Säure, sodass man nicht so viel Zucker zugeben muss. Wir haben im Web fünf  leckere Rezepte gefunden, die ihr bis zum 24. Juni ausprobieren solltet:

 

Zum Beispiel einen Rhabarber-Kompott mit Vanille Creme – das Rezept eines NDR Fernsehkochs.

 

Oder wie wäre es mit süßen Rhabarberfladen von EatSmarter? Hier harmoniert die Säure des Rhabarbers hervorragend mit dem Aroma der Vanille.

 

Bei Foodbloggerin Juliane Haller haben wir ein Rezept gefunden, das total lecker klingt: Schweinefilet mit Rhabarber-Ziegenkäse-Galette und Vanille-Öl.

 

Bei Kochbar.de gibt es ein Rezept für Vanille-Flammeri mit karamellisiertem Erdbeer-Rhabarber-Kompott.

 

Eine süße Variante eines Risottos fanden wir bei den Küchengöttern: Rhabarber-Vanille-Reis

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Vanille Rhabarber

 

 

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Sechs interessante Fakten über Vanille

Gepostet von am Sep 21, 2013 in Der Vanille Shop, Vanille Allgemein | Keine Kommentare

 

Woher kommen die Vanilleschoten? Die gelbe Vanilleblüte ist weltweit bekannt. Doch wie sieht die ganze Pflanze tatsächlich aus? Wussten Sie, dass die gelbliche Färbung in Vanille-Speisen nur synthetisch beigeführt ist? Hier finden Sie sechs interessante Fakten über Vanille, die Sie davor bestimmt noch nicht kannten.

 

Einzig essbare Frucht unter den Orchideen

Die Vanille trägt die einzige essbare Frucht aus der Familie der Orchideen. Dabei sind die Orchideen mit über 35.000 Arten die größte Familie blühender Pflanzen weltweit. Die Früchte werden getrocknet, bis sie, wie die uns bekannten Vanilleschoten aussehen. Bisher gibt es rund 150 verschiedene Vanillearten. Die bekannteste davon ist wohl die Gewürz-Vanille. Das ist die Sorte, die wir auf Grund ihres Aromas zum Backen oder Kochen verwenden.

 

Vanilleblüte blüht nur einmal im Jahr

Die beliebte Kletterorchidee macht das Bestäuben nicht besonders leicht. Einige Wochen lang ist für die Vanille Blütezeit. Jede Blüte blüht jedoch nur ein einziges Mal wenige Stunden am Vormittag. Und in dieser Zeit muss ein Plantagenarbeiter etwa 1000 Blüten bestäuben. Aus diesem Grund gehörte Vanille nach Safran zu den teuersten Gewürzen der Welt. Verantwortlich für das einmalige Aroma ist der Stoff Vanillin. Dieser verhindert auch die Schimmelbildung, weswegen Vanille Jahre lang haltbar ist.

 

Vanille hat angeblich eine aphrodisierende Wirkung

Die Vanille wurde anfangs vor allem wegen ihrem Duft angebaut. Experten schreiben ihr eine aphrodisierende Wirkung nach. Das ist auch ein Grund weshalb Vanille in vielen Parfums zu finden ist. Zudem hat der Vanillegeruch eine antidepressive Wirkung, weshalb er auch Verwendung in der Aromatherapie findet. Genauere Information über Aromatherapie mit Vanille finden Sie auf paradisi.de.

 

Vanilleprodukte sind nicht von Haus aus gelb

Alle hellgelben Milchprodukte mit dunklen Pünktchen, schmecken nach Vanille, zumindest verbindet der heutige Verbraucher diese Erscheinung damit. Doch tatsächlich sind Produkte mit Vanillin oder echter Vanille nicht von Natur aus gelb. Meist entsteht der Farbton durch beigeführte Lebensmittelfarbe. Andere klassische Vanille-Speisen sind deshalb oft gelb, weil sie viel Ei enthalten.

 

In den USA gibt es einen „Vanilla Ice Cream Day“

Vanille gehört zu den beliebtesten Geschmacksrichtungen weltweit. Unter den vielen Eissorten ist Vanille seit Jahren sogar der absolute Lieblingsgeschmack in den USA. Kein Wunder, dass die Amerikaner dem Vanilleeis einen Tag gewidmet haben. Am 23. Juli ist in den Vereinigten Staaten der „National Vanilla Ice Cream Day“.

 

Knoblauch ist die „Vanille des armen Mannes“

Als vor einigen Jahrhunderten Vanille für einen gewöhnlichen Bürger kaum bezahlbar war, bekam in manchen Gegenden Österreichs Knoblauch den Namen „Vanille des armen Mannes“. Das kommt daher, weil die unteren Schichten den damals entstandenen Vanillerostbraten nicht mit Vanille, sondern nur mit Knoblauch würzen konnten. Aus diesem Grund wird der Vanillerostbraten noch heute mit Knoblauch statt mit Vanille zubereitet. Und es ist noch immer ein Standardgericht der Wiener Rindfleischküche.

 

 

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